Mitten am Rand

Magazin 2013/2

Mitten am Rand – so der Titel des diesjährigen ISG-Symposiums – sind viele Bereiche der Stadt: der Rand der historischen Altstadt liegt heute an der Schnittstelle zur Gründerzeitarchitektur und auch dieser  – vor knapp 100 Jahren gebaute – Rand liegt heute schon wieder inmitten der Stadt. Der Titel des Symposiums weist auf die dauerhafte Veränderung hin, die einer lebendigen Stadt eigen ist. Der immanente Wandel der Stadt ist ein Teil ihrer Charakteristik. Doch in den stark wachsenden Regionen Europas verändern sich manche Städte und Orte in einer Dynamik, welche die Notwendigkeit zum führenden Gestaltungsparameter werden lässt. Das Stadtbild und die lebensbereichernden Aspekte der Urbanität bleiben dabei manchmal auf der Strecke.

Das Internationale Städteforum in Graz lenkt deshalb den Blick der nach Graz eingeladenen Fachleute von den wertvollen historischen Zentren unserer Städte- und Orte, hin zu jenen Randzonen, die dicht bewohnt sind und trotzdem kaum mit städtischen Identitfikationsmerkmalen beschrieben werden.
Gerade für diese Zonen stellt sich die Gestaltung des Lebensraumes, das ausgewogene Verhältnis zwischen Bebauung und Grünraum als wichtige Planungsaufgabe für die nächsten Jahre dar. Urbanes Lebensgefühl entwickelt sich nicht beim „in die Stadt fahren“ zum samstäglichen Altstadtbesuch, es entsteht in dem  „Stadtviertel“, das den Lebensmittelpunkt darstellt.

Ihr Mag. Siegfried Nagl
ISG Präsident und Bürgermeister der Landeshauptstadt Graz

Hansjörg Luser  S. 2
4. INTERNATIONALES SYMPOSIUM DES ISG
4th International Symposium of the ISG

Bernhard Lösch  S. 4
PERIPHERIE MIT AUTONOMIE
Periphery and Autonomy

Andreja Benko  S. 9
DIE IDENTITÄT DER ARCHITEKTEN BESTIMMT DIE IDENTITÄT DER ARCHITEKTONISCHEN LANDSCHAFT
The Architect`s Identity determines the Identity of the Architectural Landscape

Gerhard Ablasser  S. 13
STÄDTE SIND DIE MOTOREN DER ENTWICKLUNG – IST DAS UMLAND DER KRAFTSTOFF DAFÜR?
Towns and Cities are the Engines of Development – is the Surrounding Countryside the Fuel?

Martin Brennecke  S. 16
WARUM ES UMS GANZE GEHT – BAUKULTUR IM LÄNDLICHEN RAUM
Why it is a Question of the Entire Picture – Building Culture in Rural Areas

Domen Zupancic  S. 23
RAUMGESTALTUNG IN SLOWENISCHEN TOURISMUSZENTREN – ERTRAG VOR IDENTITÄT
Spatial Planning in Tourist Centres in Slovenia, Earnings before Identity

Christian Gummerer  S. 27
GLEICHWERTIGE LEBENSBEDINGUNGEN IN STADT UND LANDß
Living Conditions of Equal Value in Urban and Rural Areas?

Hansjörg Luser  S. 31
LANDZEICHEN
Landmarks

Rezenisionen  S. 34

Tag des Denkmals  S. 35

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