Denkmalpflege schafft Arbeitsplätze

Magazin 1999/1

Europa hat eine derart hohe Dichte und Vielfalt an Denkmalen wie kaum eine andere Region dieser Erde. Diesen kulturellen Reichtum Europas gilt es zu erhalten und zu pflegen. Da sich Arbeiten zur Erhaltung nicht rationalisieren lassen, liegt darin eine grosse Chance, gute und qualifiziert ausgebildete Handwerker zu beschäftigen.

Wir beabsichtigten bereits, dieses Heft dem Thema zu widmen: Denkmalpflege schafft Arbeitsplätze. Eine Umfrage des britischen Architekten John Sell aus Grossbritannien gab dem Thema dieses Heftes einen neuen Akzent. Er fragte an, wie es in Österreich um die Möglichkeit der Befreiung von der Umsatzsteuer bei Arbeiten für denkmalgeschützte Objekte steht. Eine solche Befreiung würde eine zu den jeweiligen Kosten proportionale, also relativ gerechte Erleichterung bei der Finanzierung ergeben.

Vielleicht sollte man die Frage allgemeiner und umfassender stellen, da bekanntlich Förderungen in unterschiedlicher Form gewährt werden können und müssen: Wie fördern die Staaten Europas den Denkmalschutz – indirekt durch Befreiung von der Mehrwertsteuer, durch steuerliche Absetzbarkeit von Rechnungen und auch direkt durch Subventionen?

Eine solche Erhebung sollte der erste Schritt zu einer EU-weiten schrittweisen Angleichung darstellen. Derzeit sind die Möglichkeiten von steuerlichen Vergünstigungen für Arbeiten an denkmalgeschützten Objekten in Europa sehr unterschiedlich und meist bei weitem nicht ausreichend.

Das Städteforum fordert daher grundsätzlich eine stärkere Unterstützung und eine Ausweitung der steuerlichen Erleichterungen zugunsten der Erhaltung von Denkmalen und zur Schaffung von mehr Arbeitsplätzen. Diese Unterstützung sollte europaweit schrittweise angeglichen werden.

Hasso Hohmann

Grazer Schloßbergrestaurant  S. 2
Konzept für einen Neubeginn

Hasso Hohmann  S. 3
Private Initiativen im Denkmalschutz stärker fördern!

Franz Neuwirth  S. 4
Arbeitsplatzförderung durch Denkmalpflege. Versuch eines Überblicks.

NEUE GEFAHREN FÜR HISTORISCHE ZENTREN 2. Folge
Haral Lander   S. 9
St. Veit an der Glan, Österreich – Beispiel für internationale Experten

Heinrich Bayer  S. 10
Frohnleiten, Österreich – Perle an der Mur

Mikhail Miltschik und Irina Malavkina  S. 11
St. Petersburg, Russland – Denkmal- und Ensembleschutz

Eberhard Jäger/Hasso Hohmann  S. 12
Springe/Hannover, Deutschland – Baugestaltungssatzungen sind hilfreich

Hans Peter Warnecke  S. 13
Potsdam, Deutschland – Wiedergewinnung der verlorenen Stadtmitte

Eberhard Stebler  S. 14
Solothurn, Schweiz – 3000 jährige Geschichte

Borut Juvanec  S. 15
Slowenien – Sanierung und Revitalisierung

Michael Dower/Ecovast/John Sell  S. 16
England – Mehr als 100 Schutzzonen

Wolfgang J. Fink  S. 17
Strassburg, Frankreich – Erhaltung des Denkmalensembles

Hasso Hohmann  S. 18
DENKMALPFLEGE AM BEISPIEL DER BURG STRECHAU

Jochen Güntzel/Redaktion  S. 19
DAS „JUNKERHAUS“ IN LEMGO

Peter Laukhardt  S. 20
WIE MUSEUMSBAUTEN STADTSTRUKTUREN AUFWERTEN

Hasso Hohmann  S. 22
TAUBENHÄUSER AUF TINOS

Josef Strummer  S. 24
DORFERNEUERUNG IN RUMÄNIEN

NEUE NUTZUNG FÜR WASSERTÜRME  S. 25

MOSAIK  S. 26

REZENSIONEN  S. 30

Andrea H. Schuler  S. 32
EUROPA NOSTRA AWARD SCHEME 1998

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