Mit dem Fahrrad Grenzen überwinden
Das Fahrrad, eine der genialsten Erfindungen
Nach der Erfindung des Rades und der Dampfmaschine war das Kugellager wohl eine der bahnbrechendsten technischen Erfindungen der Menschheitsgeschichte. Das Kugellager minimiert Reibungsverluste des Rades an seiner Nabe. Damit wird der Effekt eines Rades extrem gesteigert. Dies brachte enorme Vorteile bei allen Fahrzeugen und Kraftmaschinen. Es war Voraussetzung dafür, dass man sich mit dem Fahrrad auf ebener Fläche mit einem Drittel der Energie viermal so schnell fortbewegt als zu Fuss.
Natürlich geht es mit Fremdenergien und Motor noch schneller – aber zu welchem Preis? Es müssen breite Strassen und Parkplätze gebaut und erhalten werden. Die Abgase verpesten unseren Lebensraum und schädigen nachhaltig die Natur. Die grossräumige Oberflächenversiegelung hat schon lange ein absurdes Ausmass erreicht und trug zweifellos zu den grossen Überschwemmungskatastrophen der vergangenen Jahre bei. Vor 10 Jahren wurde die Versiegelungsgeschwindigkeit für Österreich mit unvorstellbaren 5,6 qm /sec. beziffert. Das sind 176,6 qm/Jahr. Bei konstant anhaltender Versiegelung würde Österreich nach 476 Jahren bis zur Grossglocknerspitze zubetoniert bzw.- asphaltiert sein.
Für das Fahrrad braucht man nur sehr schmale Fahrspuren, kaum Abstellfläche und keine Fremdenergien. Es ist ein ideales individuelles Fortbewegungsmittel und eignet sich besonders für die oft engen historischen Zentren unserer Städte. Im Durchschnitt ist es fast allen anderen Verkehrsarten überlegen. Nur U-Bahnen und andere kreuzungsfreie öffentliche Verkehrsmittel haben im Vergleich die Nase vorne, brauchen aber fremde Energien, was direkt oder indirekt immer noch zu Umweltbelastungen beiträgt, auch wenn diese wesentlich geringer als beim motorisierten Individualverkehr sind.
Redaktion S 2
MIT DEM FAHRRAD GRENZEN ÜBERWINDEN
Manfred Hönig S. 3
ENTWICKLUNG DER GRAZER RADFAHRINFRASTRUKTUR
Anton Bergauer S. 6
THE STATUS OF THE BICYCLE IN NATIONAL TRANSPORT POLICIES
INTERNATIONALE FAHRRAD-RESOLUTION S. 7
NEUE GEFAHREN FÜR HISTORISCHE ZENTREN 3. FOLGE
Ljubo Misic S. 8
– Maribor, Slowenien. Stadtkern als besondere Einheit
Heribert Fouquet S. 9
– Hardheim, Deutschland. Versteckte Fachwerkstadt
F. Meyer S. 10
– Hann. Münden, Deutschland. Wasser-Projekt für die Expo 2000
– Luzern, Schweiz. Schutz der Altstadt als Wirtschaftsfaktor
Ewa Janik S. 12
– Czestochowa, Polen. Finanzmangel behindert die Renovierung
Bernard Apotheloz S. 13
– Lausanne, Schweiz. Bereits 2000 schützenswerte Gebäude registriert
Tilda Bogdanovic S. 14
– Dubrovnik, Kroatien. Schutz für eine der bemerkenswertesten Städte
Otmar Brunner S. 15
– Linz, Österreich. Oberösterreichisches Ortsbildgesetz 1998 abgeschafft
Ingomar Engel S. 16
– Braunau, Österreich. Musterstadt der Altstadterneuerung
Raimund Ahr S. 17
– Salzburg, Österreich. UNESCO-Weltkulturerbe
Angus Fowler S. 18
RETTUNG VON GEFÄHRDETEN KIRCHEN
Hasso Hohmann S. 19
DIE REKONSTRUKTION DER FRAUENKIRCHE IN DRESDEN
Redaktion S. 20
DAS EU-PROGRAMM URABN WIEN – GÜRTEL PLUS
Karin Hohensinner/Redaktion S. 21
EUROPA-NOSTRA-KONFERENZ: DAS ERBE VON MORGEN
Max Mayr S. 22
HÖCHSTE UNESCO-AUSZEICHNUNG FÜR GHEGA-BAHN
Grigor Doytchinov S. 23
INTERNATIONALES SYMPOSIUM. BAUSTELLE MITTELEUROPA
Redaktion S. 24
DORFERNEUERUNG IM LAND TIROL
MOSAIK S. 25
REZENSIONEN S. 28
Hubert Hoffmann S. 29
DIE CHARTA VON ATHEN: STRÖMUNGEN UND GEGENSTRÖMUNGEN

