12. ISG Symposium zur Zukunft des Stadt- und Ortsbildschutes
ISG Präsidentin Judith Schwentner und Vizerektor Stefan Vorbach eröffneten das ISG Symposium an der TU-Graz unter Teilnahme vieler ISG Vorstandsmitglieder, u.a. Stadtbaudirektor Bertram Werle.
Das 12. ISG Symposium beleuchtete in einem knapp dreitägigen Programm die Zukunft des Stadt- und Ortsbildschutzes in Österreich und in den angrenzenden Nachbarländern Deutschland, Schweiz und Slowenien.
Am Freitag eröffneten Bürgermeisterin-Stellvertreterin ISG Präsidentin Mag. Judith Schwentner und Vizerektor Univ.Prof. DI Dr. Stefan Vorbach den Vortragstag in der Aula der Technischen Universität Graz.
Beide näherten sich dem Thema aus durchaus unterschiedlichen Perspektiven: ISG Präsidentin Judith Schwentner ist in der Stadt Graz für die Anliegen der Stadtplanung zuständig und kann dem Titel des ISG Symposiums „Hier ist es schön!“ durchaus viel abgewinnen. Sie sieht nicht nur die Leistungen des Stadt- und Ortsbildschutzes der vergangenen knapp 5 Jahrzehnte, sondern sie sieht die aktive Möglichkeit im Rahmen der politischen Arbeit, die Lebensqualität in unseren Städten und Orten positiv zu beeinflussen. Für Schwentner muss im Stadt- und Ortsbildschutz auf Zukunftsfragen – wie die des Klimawandels und des dafür notwendigen Stadtumbaus – eingegangen werden und Fragen nach Schönheit und nach dem hohen Lebenswert in der Stadt müssen damit verknüpft sein. Die Aufgaben des Stadt- und Ortsbildschutzes können von Fragen der Energieproduktion, nachhaltigen Verkehrslösungen, Schonung der Ressourcen, Verringerung des Bodenverbrauchs usw. nicht getrennt werden, diese Fragen müssen gemeinsam besprochen, diskutiert und beantwortet werden und auch ihr soziales Potential darf für die Zukunft der Altstadt nicht unterschätzt werden. Insofern ist Altstadtschutz für ISG Präsidentin Schwentner ein hochaktuelles Thema, auch wenn sich einige Fragen und auch einige Rahmenbedingungen seit den 1970er Jahren verändert haben; aber schon damals ging es im Altstadt- und Ortsbildschutz um die Lebensqualität in unseren historisch gewachsenen Städten und Orten!
Univ.Prof. DI Dr. Stefan Vorbach, der als Vizerektor für Lehre das Symposium in der Aula der TU Graz eröffnet hat, sieht die Verantwortung für das Thema „Hier ist es schön! Zukunft Stadt- und Ortsbildschutz in mehrfacher Hinsicht an seiner Bildungsstätte verankert. Die TU Graz bildet an der Fakultät für Architektur jene zukünftigen Architekt:innen aus, die sich im Stadt- und Ortsbildschutz, in den Ämtern und Behörden, in den Sachverständigengremien etc. mit dieser Thematik befassen müssen. Hier ist die Weitergabe des Wissens aus den letzten 5 Jahrzehnten auch in der Lehre ein wichtiger Baustein, um unsere lebenswerten historischen Ortszentren erhalten zu können. In seiner eigenen Arbeit im Bereich Unternehmensführung und Organisation sieht Vorbach ebenso wichtige Aspekte des Stadt- und Ortsbildschutzes, denn auch hier ist gute Kommunikation Voraussetzung, um langfristige Strategien erfolgreich umsetzen zu können. Auch persönlich ist ihm die „Schönheit der Stadt“ ein Anliegen, das erlebt er jeden Tag an seiner Arbeits- und Wirkungsstätte, die als einer der großen Repräsentationsbauten der Gründerzeit ein ganzes Stadtviertel prägt und positiv darauf ausstrahlt.


