Stadt am Wasser

Magazin 2020/1

Wer hätte sich noch vor einigen Wochen die Straßen, Gassen und Plätze unserer Städte so leer vorstellen können? Unsere gewohnten Lebensumstände scheinen derzeit durch das Coronavirus außer Kraft gesetzt und doch werden viele relevante Themen des städtischen Alltags in Kürze wieder in das Bewusstsein der Menschen zurückkehren. Wir werden, so hoffe ich, wieder ein Stück Normalität zurückgewinnen.

Fragen des Stadtklimas werden angesichts der herannahenden Sommermonate wieder stärker in den Vordergrund rücken und damit auch die Überlegungen, wie man für etwas Abkühlung sorgen kann. Wasser ist dabei ein Schlüsselelement, nicht nur als Lebensmittel schlechthin, als Mittel zur Stadthygiene, sondern vor allem auch als Gestaltungselement des Stadtraumes.

Das Plätschern offener Wasserläufe, die unsere Städte durchziehen, tritt derzeit akustisch stärker in den Vordergrund, weil die Umgebungsgeräusche reduziert sind. Plötzlich hört man die Brunnen auf den Plätzen wieder, die als Stadtmöbel seit Jahrhunderten bewährt, mit viel Symbolik und Repräsentationsanspruch gestaltet wurden, jedoch ihre soziale Funktion meist verloren haben.

Die ursprüngliche Bedrohung durch Wasser hat im Stadtraum häufig zu dessen Bändigung und Verdrängung geführt, dadurch ging viel Atmosphäre und Naturbezug verloren. Wasser ist jedoch ein erlässliches Gestaltungselement unserer Städte, den vielfältigen Möglichkeiten seines Einsatzes und seiner Wirkung wollen wir im ISG 2020 wieder in internationalen und lokalen Beispielen nachspüren.

Ihr Mag. Siegfried Nagl
ISG Präsdent und Bürgermeister der Landeshauptstadt Graz

Gertraud Strempfl-Ledl/Hansjörg Luser  S. 4
WASSER – ELEMENT DER STADTGESTALTUNG
Water – Element of City Design

Wolfgang Christ  S. 8
BLAUSEENLAND
Blausee Country

Johannes Rentsch  S. 14
STUTTGART ALS STADT AM FLUSS
Stuttgart as a City on the River

Arne Hübner  S. 22
DONAUTORPLATZ IN GYÖR
Dunakapu Tér in Györ

Christian Andexer  S. 28
PARACELSUSBAD IN SALZBURG
The Paracelsus Baths in Salzburg

Rezension  S. 34

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