2016 Cover Magazin 4

Lebensraum

Magazin 2016/4

Wir in Graz haben eine Vision: Wir wollen gemeinsam unsere Stadt zur lebenswertesten Stadt Europas machen. Ein wesentlicher Beitrag dazu ist die Gestaltung und Belebung attraktiver öffentlicher Räume. Die Anforderungen an diese Räume sind vielfältig: Sie reichen von der Grün-Oase als Ort der ruhigen Entspannung bis hin zum Veranstaltungsort für Großereignisse – mit unzähligen Zwischenstufen. Graz tut viel, um den öffentlichen Raum als wichtigen Beitrag zur städtischen Baukultur zu stärken. Bei der Entwicklung neuer Stadtteile, wie etwa den Großprojekten Reininghaus oder Smart City Graz, wurden Architektur-Wettbewerbe nicht nur für die Bauwerke ausgelobt, sondern auch für die Gestaltung der Grün- und Freiräume. Aber auch für die Erhaltung und ständige Attraktivierung bestehender öffentlicher Zonen wird viel geleistet.

Die großen historischen Parkanlagen von Graz wie Stadtpark, Eggenberger Schlosspark oder Augarten sind wie der Schloßberg wichtige Identifikationszonen für die Bevölkerung. Plätze wie der Hauptplatz bieten Menschen Raum zum Treffen oder für Veranstaltungen. Eine ähnlich hohe Akzeptanz streben wir für neue öffentliche Räume an, die zum Teil bereits errichtet oder gerade im Bau bzw. in Planung sind. Entlang der Mur schaffen Entwicklungen wie Kraftwerksprojekte neue Möglichkeiten der Nutzung – etwa im Naherholungs- und Naturraum Auwiesen im Süden, der auf 135.000 Quadratmetern unterschiedliche Nutzungen anbietet und auch die Rückkehr des Rudersports nach Graz ermöglicht hat. Die Murpromenade sowie Überlegungen für die Gestaltung des neuen Murkraftwerks und für ein Naturschutzgebiet im Grazer Norden sind weitere Initiativen zur Belebung des einst toten Flusses.

Eines ist Grün- und sonstigem Freiraum gemeinsam: Bei der Nutzung gilt es, unterschiedlichste Interessen und Bedürfnisse unter einen Hut zu bringen. Daher ist es wichtig, die Gestaltung neuer öffentlicher Räume nicht von oben zu diktieren, sondern – wie es etwa bei den derzeitigen Plänen für eine Neugestaltung des Griesplatzes geschieht – unter Einbeziehung der künftigen NutzerInnen zu planen.

Damit sich möglichst viele Menschen wohlfühlen können, bedarf es entsprechender Infrastruktur und Nutzungskonzepte. Das ist eine schwierige Aufgabe. Aber wir in Graz packen sie an!

Ihr Mag. Siegfried Nagl
ISG Präsident und Bürgermeister der Landeshauptstadt Graz

Alfred R. Benesch / Christine Radl  S. 5
GRAZ: URBANE DENKMALE IN GRÜN – DER STADTPARK
Urban Monuments in Green Surroundigs – the Stadtpark

Roland Tusch  S. 10
WIEN: GRÜN- UND FREIRÄUME IN DER GEBAUTEN STADT
Green Spaces and Open Areas in the Built Environment

Gabriele G. Kiefer  S. 16
BERLIN: STRATEGIEN DER OPTIMIERUNG URBANER RESSOURCEN
Strategies for Optimizing Urban Resources

Daniela Freitag / Wolfgang Maget  S. 21
GRAZ: FRISCHER (RÜCKEN-)WIND FÜR DAS WELTERBE
Fresh (Tail) Winds for World Heritage

Dominik Schilling  S. 26
RAITENHASLACH:EXZELLENZ IM BAROCKJUWEL
Excellence in a Baroque Jewel

Anna Resch  S. 30
GRAZ: LEER STAND DER RAUM
The Premises Were Empty

ISG-GENERALVERSAMMLUNG  S. 32
ISG General Meeting

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