Historische Zentren im Wandel

Magazin 2004/3

Die Zukunft historischer Zentren

Unsere Serie von Gastbeiträgen zum Thema „Form- und Funktionswandel historischer Zentren“ wird auch in dieser Ausgabe fortgesetzt. Unsere Zentren sind unbestritten die Identifikationsbereiche der Bewohner der Städte und damit von besonderem Wert. Sie sind aber auch die Attraktionen für den Städtetourismus – sieht man von Architektur-Freaks ab, die beispielsweise Graz auch seiner vielen interessanten modernen Bauten wegen besuchen.

Die Zentren verändern sich ständig und schneller als den meisten bewusst ist. Es werden dafür auch Förderungsgelder aus öffentlicher Hand gewährt – für Massnahmen der Erreichung eines erhöhten Wärmeschutzes, für den Ausbau der Dachräume und für vieles andere. Es stellt sich bei solchen Förderungen die Frage, ob diese immer in die richtige Richtung laufen und nicht manchmal kontraproduktiv eingesetzt sind.

Wir verwiesen schon mehrfach darauf, dass Dachausbauten eine fast programmierte Zerstörung der Dachstühle mit sich bringen, wenn bei diesen nicht besondere Vorkehrungen getroffen werden. Historisch wertvolle Dachstühle sollten also besser gar nicht ausgebaut werden. Die Erhöhung der Wärmedämmwerte von Aussenmauern wird in der Regel durch das Aufbringen von Dämmplatten an den Aussenfassaden erreicht. Innen kann bzw. sollte man sie aus haustechnischen Gründen nicht aufbringen. Bei historischen Bauten ist aber gerade der Fassadendekor von besonderem Interesse und Wert. Bei den meist relativ starken Mauern älterer Bauten bringt der erhöhte Wärmeschutz kaum etwas.
Es geht nun darum, die Veränderungen von historischen Bauen innen und aussen so zu steuern, dass sie mit den generellen Zielen für die historischen Zentren übereinstimmen. Sind wir uns einig über diese Ziele? So richten sich die Diskussionsbeiträge vor allem an Entscheidungsträger wie Planer und Politiker, die über das Steuerungsinstrument der Vergabe von öffentlichen Mitteln verfügen.

Grigor Doytchinov  S. 2
DIE HISTORISCHEN ZENTREN IM OSTEN EUROPAS UND IHR INHALTSWANDEL

Rainer Reinisch  S. 7
ALTSTADT – MUSEUM ODER ARCHITEKTUR-VERSUCHSGELÄNDE

Dagmar Tille  S. 10
RESSOURCE INNENSTADT – 36 FALLBEISPIELE

EUROPA NOSTRA – EUROPEAN UNION PRIZE FOR CULTURAL HERITAGE   S. 14

Wiltraud Resch  S. 16
GEFÄHRDETES KULTURERBE SCHÜTZEN!
EUROPA-NOSTRA-KONFERENZ IN MÜNCHEN

Redaktion  S. 18
HENRICHSHÜTTE HATTINGEN

Uwe Kind  S. 21
EIN JAHR VOR DER KIRCHENWEIHE

Kurt Rockenbauer  S. 22
AKTION ODER AKTIONISMUS? VERNICHTUNG DES KULTURGUTES „DACHZIEGEL“ IN GRAZ

Hasso Hohmann  S. 25
HOLZBASILIKA IN GRAZ. EIN EXEMPLARISCHES BAUDENKMAL

REVITALISIERUNG IN DER STEIERMARK  S. 26

Redaktion  S. 28
ARHUS. DYNAMISCHE STADT MIT HISTORISCHEM ENSEMBLE

MOSAIK  S. 29

REZENSIONEN  S. 30

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