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Stanisławów an den Feiertagen und im Alltag

Eine neue Publikation beschreibt den Alltag in der ISG Mitgliedsstadt Ivano Frankivsk - früher Stanisławów - um die Jahrhundertwende

Das Buch von Olena Buchyk ist der Geschichte des Alltaglebens der Stadt Ivano Frankivsk – früher Stanisławów –  in der 2. Hälfte des 19. und am  Anfang des 20. Jahrhunderts gewidmet. Die Stadt war damals ein Teil der Donaumonarchie. In der Verfassungsepoche (ab 1860) hatte Stanisławów viele Möglichkeiten bekommen, um die Stadtentwicklung voran zu treiben. In dieser stadthistorisch bedeutenden Zeit wurden die schönsten Gebäude errichtet, elegante Restaurants, Konditoreien und  Geschäfte eröffnet, und auch das erste Theater (1891) und Lichtspielhaus (1909) in der Geschichte der Stadt haben in dieser Zeitspanne ihren Ursprung. Stanisławów wurde an das Eisenbahnnetz angeschlossen und bekam einen Bahnhof (1866), ein elegantes Bahnhofsgebäude, das später umgebaut und wesentlich vergrößert wurde (1908).

Der Leser, die Leserin kann in das Alltagsleben der Menschen um die Jahrhundertwende eintauchen, kann erfahren, wie sich die Einwohner der Stadt erholten und ihre Freizeit verbrachten, wie sie verschiedene Feste feierten, z. B. die Jubiläen des Kaisers (1900 und 1910) begingen, welche Restaurants und Geschäfte besonders beliebt und populär waren. Wenn man das Buch liest, kann man sich gut vorstellen, wie das Alltagsleben des gewöhnlichen Bewohners der Stadt verlief, wie sie den Tag verbrachten und welche Freuden und Sorgen sie hatten. Die Epoche des späten 19. Jahrhunderts prägte die Stadt vor allem auch aufgrund der vielen verschiedenen Nationen, die sich in Stanisławów niedergelassen hatten: Die Ukrainer, Polen, Juden und Deutschen hatten auch ihre eigenen Sitten und Bräuche mitgebracht, so dass das kulturelle Leben der Stadt dadurch besonders vielfältig geworden war.

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