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Sakrale Bauten profan genutzt?

Rundgang, Impulsvorträge, Diskussion

Klöster, Kirchen, Kapellen und Pfarrhäuser sind kennzeichnende Bauten in unseren Orten, in unserer Landschaft. Welche Bedeutung haben diese Räume heute, da die Säkularisierung der Gesellschaft voranschreitet? Viele Sakralbauten dienen nicht mehr ihrem ursprünglichen Zweck und bleiben ungenutzt. Es stellt sich die Frage, welche zukunftsweisenden Strategien neues Leben in leere Religionsräume bringen können. Der steigende Leerstand von Kirchen ist ein gesamteuropäisches Phänomen; besonders ausgeprägt in England oder in den Niederlanden, wo durchschnittlich zwei Kirchen pro Woche schließen. Sakralbauten werden hier zum Feld der Immobilienverwertung – beherbergen nun Wohnungen, Fitnesscenter, Bankfilialen. Auf der anderen Seite liegen derzeit allein in Neapel 75 Kirchen brach und sind dem Verfall preisgegeben.
Es gibt jedoch auch Bestrebungen und Initiativen den Sakralbestand angemessen nach zu nutzen: Im französischen Bordeaux beheimatet die (bereits seit der französischen Revolution profanisierte) Église Saint-Simeon das „Utopia“, ein überaus beliebtes Programmkino und Begegnungszentrum. In der ehemaligen Dominikanerkirche in Maastricht wurde eine Buchhandlung eingerichtet.
Die Veranstaltung geht der Frage nach, ob der Leerstand sakraler Bauten auch in Österreich und vor allem in Niederösterreich ein Thema ist und möchte klären, wie offen man hierzulande seitens der EntscheidungsträgerInnen aus Kirche, Denkmalpflege und Öffentlichkeit damit umgeht.

Konzept und Moderation:
Heidrun Schlögl und Maria Welzig

Wann: Montag, 21. September 2020, Beginn: 16.15 Uhr

Wo: Ehemalige Synagoge St. Pölten, Dr. Karl Renner-
Promenade 22, St. Pölten

Filmvorführung, Gespräch:
Cinema Paradiso, Rathausplatz 14, St. Pölten

Was: COVID 19 Bestimmungen:
Neue Anmeldemodalitäten:
Aufgrund der Covid-19 Krise ist die TeilnehmerInnenzahl stark eingeschränkt und die Bekanntgabe personenbezogener Daten unumgänglich erforderlich (diese dienen ausschließlich der Möglichkeit der gegebenenfalls notwendigen Kontaktaufnahme und werden nach entsprechender Frist gelöscht).
Für eine gültige Anmeldung übermitteln Sie bitte für JEDE/N TeilnehmerIn und jeden Veranstaltungspunkt (Rundgang bzw. Impulsvorträge und Podiumsdiskussion): Vor- und Zuname, persönliche E-Mailadresse und Mobiltelefonnummer. Erst nach Bekanntgabe dieser Daten ist eine Anmeldung gültig und der Sitzplatz reserviert. Sollten Sie zur Veranstaltung doch nicht kommen können, ersuchen wir um ehestmögliche Mitteilung, um den Platz einer anderen Person überlassen
zu können. All jene, die nicht vor Ort teilnehmen können, haben die Möglichkeit, die Veranstaltung über die ORTE-Website live zu erleben.

Anmeldung unter: office@orte-noe.at

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Für die Filmvorführung sind im Cinema Paradiso Freikarten via Online-Buchung zu reservieren.

16.15–16.45 Uhr, Ehemalige Synagoge St. Pölten
Führung
MARTHA KEIL, Direktorin des Instituts für jüdische Geschichte Österreichs / Universität Wien, Institut für Österreichische Geschichtsforschung

17–19 Uhr, Ehemalige Synagoge St. Pölten
Begrüßung
MARTHA KEIL
HEIDRUN SCHLÖGL, ORTE-Geschäftsführerin, Krems
Einführung und Moderation
MARIA WELZIG, Architekturhistorikerin, Wien

Impulsvorträge und Podiumsdiskussion
AMANDA AUGUSTIN, Kulturverein Raumteiler,
Veranstalterin von „Holy Hydra“, Linz
ERNST BENEDER, Architekt, Wien
JÖRG BESTE, Stadtentwickler und Baukulturaktivist –
synergon, Köln
HARALD GNILSEN, Architekt, Baudirektor der
Erzdiözese Wien
MARTHA KEIL
Diskussion mit dem Publikum

20–22 Uhr, Cinema Paradiso St. Pölten
Filmvorführung
ARCHITEKTUR DER UNENDLICHKEIT –
Die Magie sakraler Räume
Dokumentarfilm von Christoph Schaub, Schweiz 2018, 85 Minuten

Anschließend spricht
HEIDRUN SCHLÖGL mit Regisseur CHRISTOPH SCHAUB

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