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Rèsumé 2020

...Fortsetzung: Wasser - Element der Stadtgestaltung - Jahresthema 2020

…Johannes Rentsch brachte uns das langfristige Projekt „Stuttgart als Stadt am Wasser“ näher und zeigte damit einen Paradigmenwechsel in der Nutzung der städtischen Neckarufer auf. Auch Arne Hübners Beitrag über den Donautorplatz in Györ zeigte die geänderte Sicht der Stadtplanung im Umgang mit ufernahen Bereichen. Und schließlich präsentierte Christian Andexer den Neubau des Paracelsusbades in der Stadt Salzburg; ein nicht unumstrittenes Projekt nahe dem Schloss Mirabell, das nun doch einen Ausblick darauf gibt, wie in einer Weltkulturerbestadt weitergebaut werden kann.

Im 2. ISG-Magazin 2020 „Neue Uferzonen“ stellte Daniela Bischof den langen und in der Grazer Bevölkerung heftig diskutierten Prozess zur Planung und Umsetzung der Augartenbucht vor. Die Bucht wurde in kürzester Zeit zu einem Lieblingsort der GrazerInnen. Der Architekt Hubert Rieß portraitierte die Grazer „Wasserlandschaft“, die er seit Jahrzehnten als Planer im Fokus hat. Seine Rückschau zeichnet nach, dass einige seiner Ideen der vergangenen Jahrzehnte mittlerweile aufgegriffen und umgesetzt wurden. Dort, wo Wasserläufe und Fuß- und Radwege parallel laufen, zeigen seine Konzepte große Aktualität und lassen noch Raum für Realisierungen.  Matthias Fischer lud uns auf einen Spaziergang in die Geschichte der Stadt St. Gallen ein und zeigte uns die zahlreichen Weiher, die für die Textilindustrie von enormer Bedeutung waren und sich bis heute in den Flur- und Straßennamen der Stadt erhalten haben. Martin Rist informierte uns über eine neue Donauufer-Gestaltung in Ingolstadt bzw. stellte er uns die Deichgärten  in Deggendorf vor. Und Arne Hübner schließlich portraitierte einen neuen Stadtteil an der Donau für Budapest – Budapart.

Das 3. ISG-Magazin 2020 „Welterbe am Wasser“ widmete sich den Welterbestätten am Wasser und wurde unterstützt vom Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport. Ruth Pröckl verwies in ihrem Beitrag auf das Wasser als Lebens- und Gefahrenquelle für das Welterbe: „… Wasser ist ein Element geblieben, das keine Fehler verzeiht, sich seinen Weg bahnt oder auch einfach ganz ausbleibt.“ Beides hat verheerende Folgen, auch für sensible, von der UNESCO als Kultur- oder Naturerbestätten ausgezeichnete Orte!
Wir verfolgten die Spuren des Wasser einerseits in den Kulturstätten: Elfriede Iby portraitierte die Rolle des Wassers für Schönbrunn, Barbara Wonisch ging auf die Geschichte des Grazer Stadtparkbrunnens ein, einem Relikt der Wiener Weltausstellung von 1873. Die Architektin Nina Kuess erläuterte ihr gerade in Bau befindliches Bootshaus am Rande der Grazer Welterbezone und schließlich lud uns Martin Jank auf den Spuren von Otto Wagner ein, einen Blick auf die schwimmenden Gärten von Wien zu werfen. Claudius Wiedemann portraitierte das Augsburger Wassersystem, das als historisch-technische Innovation Welterbe wurde und Petr Janda zeigte auf, wie die historische Uferverbauung im Welterbe von Prag attraktiviert und neu genutzt werden kann.

Die Weltnaturerbe-Stätten entführten uns in die Wasserarchäologie, Cyril Dworsky stellte die Tiny Houses der Urgeschichte vor. Hannes Seehofer lud uns zu einem Zwischenstopp in der Wachau ein, wo die Donau und ihre Uferlandschaft durch die Reaktivierung von Nebenarmen neuen Lebensraum bietet. Hannes Klein verwies auf die Verbundenheit der burgenländischen Kulturlandschaft mit den Eigenheiten des Neusiedlersees.

Schließlich warfen wir auch einen Blick auf eine hoffentlich zukünftige österreichische Welterbestätte – die Stadt Baden – als Stadt der Heilquellen, die sich mit einer Reihe anderer Städte als „Great Spas of Europe“ für die UNESCO Auszeichnung beworben hat. Der Pandemie ist eine Verschiebung der Entscheidung geschuldet, die hoffentlich  nächstes Jahr zugunsten der neuen transnationalen Welterbestätte ausgehen wird. Und zum Abschluss entführte unser ISG-Vizepräsident Tomaz Kancler uns noch nach Maribor, wo er uns die zukünftige Gestaltung des Lendufers vorstellte, deren Planung das Ergebnis eines Architekturwettbewerbes ist, den Marusa Zorec gewonnen hat. Auch das ISG hat mit Marusa Zorec gewonnen – so wie mit Renate Presslein-Lehle – die sich beide zukünftig im ISG-Vorstand engagieren werden. Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit!

Das 4. ISG-Magazin 2020 „Stadt – Land – Fluss“, das kurz nach Weihnachten in Ihrer Post zu finden sein wird, schließt das Jahresthema „Wasser“ ab: Wir folgen dabei einer eleganten neuen Brücke bei Gratkorn/Gratwein, die Stefan Peters über die Mur gespannt hat. Wir erleben bei Christine Konradi, wie Hochwasserschutz in der Steiermark und Naherholung gemeinsam geplant und umgesetzt werden können und damit Naturraum wieder zum Erlebnisraum werden kann. Eva Hody entführt uns in die abendteuerliche Geschichte des Almkanals, eine historisch-technische Leistung, die bis heute fixes Element der Salzburger Wasserversorgung ist. Ein Blick in eine Aulandschaft nah am Zentrum der Schweizer Stadt Frauenfeld zeigt ein Wagnis mit gutem Ausgang: Auch hier wurde ein Flussaltarm renaturiert und städtischer Erholungsraum geschaffen, der zuvor über Jahrzehnte vom Militär genutzt worden war. Sanela Pansinger und Marie Therese Fallast stellen ihr Projekt der klimaaktiven Regengärten vor, die belegen, dass auch kleine Transformationen im Stadtraum das Klima kräftig verbessern können.
Markus Bogensberger, der neue Leiter der Baukultur des Landes Steiermark, zeigt das kraftvolle Engagement des Landes für die Förderung qualitätsvollen Bauens. Das führt direkt zur „Denkmalbaustelle“ am Hofbauerplatz in Graz oder auf die Baustelle von gmp-Architekten in Magdeburgs alter Messehalle, wo Betonkonstruktionen der 1960er und 1970er Jahre gerettet werden sollen. Die Restauratorinnen Susanne Leiner, Andrea Hackel und Anna Tupy arbeiten gemeinsam mit dem Bundesdenkmalamt an einem österreichischen Standard zur Sichtbeton Konservierung!

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