Joze Plecnik 1872-1957

Magazin 2007/3

Der hinter dem Eisernen Vorhang verdrängte Teil der Architektur der europäischen Moderne bietet in der späten Rezeption oftmals Chancen für die Revidierung historischer Positionen. Das Verdrängen und Vergessen beider Seiten haben unbeabsichtigt wesentlich zum Erhalt vieler historisch wertvoller Baudenkmäler aus der Zeit um 1900 beigetragen.

Josef Plecniks Werk, dessen 50. Todestag in seiner Heimat mit einer Reihe von Veranstaltungen gedacht wird, leistete einen großartigen Beitrag für die Entwicklung der modernen Architektur in Europa. Sein zwischen Prag, Wien und Laibach aufgesplitteres Werk wurde erst gegen Ende des 20. Jahrhundert umfassend erforscht und dargestellt.

Plecniks Auffassung von moderner Architektur betonte die kulturelle Identität einer Region und berücksichtigte regionale Handwerkstraditionen bei gleichzeitiger Offenheit gegenüber technischen und funktionalen Veränderungen. Sein Werk kann bis heute als Vorbild gegen den architektonischen Konformismus vorgebracht werden. Leider wirkt es dort nicht, wo es in Zeiten „kapitalistischer Stadtzerstörung“ wirken sollte, beispielsweise in Rumänien, wo der verbliebene Rest wertvoller historischer Bausubstanz vorbehaltlos durch „internationale Investments“ zerstört wird.

Gertraud Strempfl-Ledl  S.2
PLECNIKS STUDIENZEIT IN WIEN

Peter Krecic  S. 5
PLECNIKS GESCHENK AN DIE SCHATZKAMMER DER UNIVERSITÄTSBILBIOTHEK

EUROPA-NOSTRA-AWARD  2006  S. 10

Wiltraud Resch  S. 11
KULTURERBE-TAGUNG IN KRAKAU
EUROPA NOSTRA CENTRAL AND EASTERN EUROPE WORKING GROUP MEETING

Wiltraud Resch  S. 13
MODERNIST ARCHITECTURE AS AN INTEGRAL PART OF EUROPE´S CULTURAL HERITAGE

Hasso Hohmann  S. 16
HOCHHÄUSER UND STADTGESTALT

Hasso Hohmann  S. 18
VERBAUUNG DES WÖRTHERSEES

REVITALISIERUNG IN DER STEIERMARK  S. 20

Andrea Böhm  S. 23
TAG DES DENKMALS 2007 IN ÖSTERREICH ERSTMALS UNTERIRDISCH

BUCHEMPFEHLUNGEN  S. 24

MOSAIK  S. 26

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