ISG Generalversammlung 2024
Diskussionsrunde 50 Jahre Altstadtschutz in Graz und Kooperation mit dem GrazMuseum
Am 15. März fand die Generalversammlung (GV) des Internationalen Städteforums in Graz (ISG) in Kooperation mit dem GrazMuseum statt. Die Mitgliederversammlung wurde von Niklaus Ledergerber, dem Schweizer Vizepräsidenten geleitet. Er rief das Programm 2023 in Erinnerung und stellte die Vorhaben für 2024 vor.
Aufgrund personeller Ausfälle wird 2024 kein Symposium veranstaltet, es werden örtliche Rundgänge zum Altstadtschutz in Graz stattfinden und eine Salzburg-Exkursion (Altstadtschutz) für den Herbst ist in Planung.
Finanzreferent Stefan Hoflehner übernahm die Berichterstattung zum Zahlenwerk des ISG und die neuen Rechnungsprüferinnen Sanela Pansinger und Sigrid Verhovsek trugen die wesentlichen Auszüge aus dem Rechnungsprüfbericht vor.
Vorstandsmitglied Anselm Wagner, Mitautor der neuen Publikation „Hier ist es schön! Zukunft Stadt- und Ortsbildschutz“ übernahm die Vorstellung des Buches.
Generell gilt der Dank des Vorstandes und der Mitarbeiterinnen des ISG den Vereinsmitgliedern, allen Förderern – Bundesministerium für Kunst, Kultur, Öffentlichen Dienst und Sport, Land Steiermark und Stadt Graz – sowie den Sponsoren, die wesentlich zur erfolgreichen Arbeit des ISG beitragen.
PROTEST: Ausstellung im GrazMuseum
Die Mitglieder starteten vor der Generalversammlung mit einer Führung im GrazMuseum zur aktuellen Ausstellung „PROTEST“ und wurden damit für die Diskussionsrunde „50 Jahre Altstadtschutz in Graz“ eingestimmt.
Unter der Leitung von Anselm Wagner diskutierten Baudirektor und Welterbemanager Bertram Werle als Vertreter der Stadt Graz; Ernst Sittinger von der Chefredaktion der KLEINEN ZEITUNG, die Anfang der 1970er Jahre die Bürger:innen für den Altstadtschutz so erfolgreich mobilisieren konnte; die Salzburger Landeskonservatorin Eva Hody, die auch Mitglied der Salzburger Altstadtkommission ist. Weiters war der aktuelle Altstadtkommissionsvorsitzende Alfred Bramberger sowie Peter Laukhardt, der bekannteste Altstadtschützer, als Vertreter der Soko Altstadt am Podium vertreten.
Fazit: Das Diskussionsthema sollte heuer in Graz und in der Steiermark noch einige Male aufgegriffen werden! Unisono lauteten die Feststellungen:
- Altstadt- und Ortsbildschutz brauchen eine Qualitätsoffensive, die sowohl die Ausstattung der Geschäftsstelle, die Auswahl der Kommissionsmitglieder (Kunsthistoriker:innen, Historiker:innen und Architekt:innen) als auch die Bezahlung der Kommissionsmitglieder auf ein adäquates Niveau hebt, um diese anspruchsvolle und verantwortungsvolle Tätigkeit entsprechend zu würdigen. Hier ist und bleibt die Salzburger Geschäftsstellenorganisation das große Vorbild.
- Und das Gesetz muss hinsichtlich der Schutzmaßnahmen, der Verhinderung von Abbruch und der Verteilung von Gewinnen durch Umwidmungen zugunsten der öffentlichen Hand eine nachhaltige Bauentwicklung unterstützen, die sich weder im derzeitigen Gesetz noch im geplanten Entwurf entsprechend abbildet, aber auch als Klimaanpassungsmaßnahme unbedingt einzufordern ist.




