Hoffnung Europa

Magazin 1987/4

Prinzip Hoffnung

Ein Jahr hat sich wieder zu Ende geneigt. Die Vielbeschäftigten fragen erstaunt, vielleicht auch bestürzt, wo denn die 365 Tage hingekommen sind und welcher Einsatz Sinn hatte…

Die Arbeitslosen müssen hingegen registrieren, daß auch dieses abgelaufene Jahr keinen Ausgleich zwischen Überlasteten und Unterbeschäftigten gebracht hat. Diese gefährliche Problematik einer neuen Zweiklassengesellschaft sollte uns zum Jahreswechsel nachdenklich stimmen und Reformen auslösen.

Wir vom Internationalen Städteforum Graz blicken auf ein besonders anstrengendes Jahr zurück. Vorerst galt es, nach dem so frühen Tod unseres langjährigen Präsidenten Hofrat Dr. Heinz Pammer ein erweitertes Präsidium zu wählen. Diese Lösung bewährt sich, Persönlichkeiten in Ost und West, in ganz Österreich, bei der Steiermärkischen Landesregierung und im Grazer Stadtsenat tragen die Aufgaben und die Verantwortung mit.

Nur so war es möglich, die verschiedenen Aktivitäten der europäischen Landkampagne durch eine Sonderausgabe der ISG-Nachrichten (Auflage 6000) weithin publik zu machen. Gleiches gilt für die Vollversammlung der Arbeitsgemeinschaft der Europapreisträgerstädte in Darmstadt, der dieses Heft gewidmet ist.

Bei der herbstlichen Studienreise „Altstadt- und Ortsbildpflege in Südtirol“ erlebten wir die Unterstützung der Regierungschefs Dr. Silvius Magnago (Bozen) und Dr. Josef Krainer (Graz) als besondere Wohltat.

Bürgermeister Alfred Stingl, die Bürgermeisterstellvertreter Erich Edegger, Dr. Alfred Edler und Dr. Paul Tremmel, aber auch Kulturstadtrat Dipl.-Ing. Helmut Strobl haben bei ihren Auslandsreisen und bei Empfängen für Politiker aus zahlreichen Ländern im Grazer Rathaus jeweils auch das Städteforum optimal vertreten.

Ein Wermutstropfen: Das wohlvorbereitete Sympsoium in Dubrovnik mußte leider abgesagt werden. Alles in allem – die Bilanz 1987 macht uns Freude. Das Echo auf vielfältige Perspektiven ist europaweit, die Zahl der Mitglieder wächst und wächst, viele Institutionen und Unternehmen gewähren uns tatkräftige Hilfe, auch durch Werbe-Einschaltungen in unseren ISG-Nachrichten.

Dieses Wissen bestärkt uns in dem Wollen, der um sich greifenden Lethargie mit Hoffnung und Optimismus zu begegnen. In dieser Grundstimmung sagen wir unseren Freunden, Förderern und Mitgliedern in ganz Europa innigen Dank für Mitsorge und Mitarbeit, verbunden mit den besten Wünschen für die Festtage und das neue Jahr. Alles Gute für 1988!

Prof. Max Mayr
Präsident des ISG,
auch im Namen aller Mitarbeiter

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