© Roesselmuehl-Komitee

Die Rösslmühle in Graz

Das Rösslmühl-Komitee kämpft gegen den Abbruch der beiden Türme

Die beiden Mühlgänge, die in Graz links und rechts der Mur verlaufen, sind prägende Elemente des Stadtbildes. Leider sind die Mühlgänge an manchen Stellen überplattet und auch sonst ist der Umgang mir ihren Ufern über weite Strecken kein Vorzeigeprojekt. Dabei sind offene Wasserläufe in durch den Klimawandel verursachten überhitzten Städten ein wichtiger Faktor für die Kühlung.

An diesen seit dem Mittelalter bestehenden Wasserläufen nutzten einst zahlreiche Mühlen die Wasserkraft, nur noch wenige davon sind erhalten und prägen heute das Stadtbild. Die Rösslmühle im Grazer Bezirk Gries stellte 2013 ihren „Mahlbetrieb“ ein. Sie wurde schon um 1370 urkundlich genannt, hatte viele wechselnde Besitzer und wurde Anfang des 20. Jahrhunderts zu einem industriellen Mühlbetrieb ausgebaut. Der markante Bau mit seinen beiden Türmen prägt den Stadtteil Gries wesentlich. Außerdem gehört zur Mühle auch der „Oeverseepark“, der für den mit zu wenig Grünflächen ausgestatteten Grazer Stadtbezirk eine zentrale Rolle einnimmt.

Seit mehreren Jahren bemüht sich das Rösslmühl-Komitee – engagierte Bürger:innen, engagierte Fachleute unterschiedlichster Richtungen – um den Erhalt der Mühle und die Ansiedlung wichtiger, öffentlich zugänglicher Institutionen, die den Raum im Industriebau gut nutzen könnten und wollen. Auch die Sicherstellung der Freifläche als Park ist im Interesse sowohl der Stadt Graz, als auch der engagierten Menschen.

Nach einer Brandstiftung und einer Beschädigung eines der Türme steht nun aber der Abbruch beider „Wahrzeichen des Industriedenkmals“ an und die Gefährdung der Projektidee, öffentlichen und dringend notwendigen Institutionen im Bezirk entsprechenden Raum zu geben. Dagegen formiert sich Widerstand.

Mehr dazu auf GAT
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