Der Wiederaufbau kostet Milliarden

Magazin 1995/4

Empfehlungen für den Wiederaufbau

Seit Juni 1991, dem Beginn des Krieges im ehemaligen Jugoslawien, sind wir in verschiedenen Städteforum-Publikationen für ein Ende der Kämpfe, die Beachtung der Menschenrechte und ein friedliches Zusammenleben eingetreten.

Bereits zum „Euopäischen Kulturmonat“ in Graz, der vom 24. April bis 6. Juni 1993 viele Aktivitäten auslöste, haben wir über Vorschlag von Bürgermeister Alfred Stingl und Stadtrat Helmut Strobl den 4. Internationalen Kongreß für Altstadt und Baukultur unter das Motto „Wiederaufbau nach Krieg und Erdbeben“ gestellt. Kompetente Fachleute aus vielen Ländern Europas brachten ihre Erfahrungen ein. Die Vorträge sind in der reichillustrierten Dokumentation (ISG-Nachrichten 3-4/93) in Englisch und Deutsch erschienen. Beim Kongreß wurden auch „Empfehlungen für den Wiederaufbau“ verabschiedet, die wir auf den Seiten 8-11 vorstellen.
Wir knüpfen daran die Hoffnung, daß tatsächlich Friede wird, die Vertriebenen in die Heimat zurückkehren und ihre Häuser, Städte und Dörfer wieder aufbauen können.

Es ist eine glücke Fügung, daß der schon im Frühjahr geplante „Friedenskongreß“ der ARGE Alpen-Adria vom 8. bis 10. November in Graz führende Experten vereinte – und am 21. November in Dayton das Friedensabkommen paraphiert wurde.

Milliarden Menschen haben beim bestialischen Morden und der brutalen Zerstörung von Kulturgütern via Bildschirm allzulange zugeschaut. Das weltweite Echo drückt einen Wunsch aus: Die Waffen mögen endlich schweigen.

Prof. Max Mayr
Präsident des ISG

« «
» »