Beijing: Moderne Metropole

Magazin 2002/1

ALTES UND NEUES

Im Jahr 2000 wurde die Altstadt von Graz auf die UNESCO-Weltkulturerbe-Liste gesetzt und im kommenden Jahr 2003 ist Graz Europäische Kulturhauptstadt. Manche Kenner nennen Graz auch die geheime Hauptstadt der modernen Architektur in Österreich.

Viele Beispiele von kreativer neuer Architektur liegen im historischen Zentrum von Graz. Die Frage ist, wie das zusammenpasst: Weltkulturerbe und moderne Architektur? Das Städteforum hat sich daher als Beitrag zum Programm Graz 2003 vorgenommen, einen Kongress zum Thema „Form und Funktion der Altstadt“ von 14. bis 17. Mai 2003 durchzuführen, bei dem ein Hauptthema die neue Architektur im historischen Ensemble sein soll.

Wie sind die Rahmenbedingungen für Interventionen an Altbauten, wie für Neubauten im Ensemble, soll angepasst, nachgeahmt, kopiert werden, soll ohne Rücksicht gebaut werden, wie dies vielfach in den ersten Dekaden nach 1945 geschah? Was ist mit Hochhäusern im Ensemble? Es geht um Ensemblewirkung, um Stadtgestaltung. Die Fragen werden in Referaten behandelt und danach diskutiert. Ein Rahmenprogramm wird uns zu vielen Beispielen in und um Graz führen.

Es geht aber auch um das „Was“. Das „Was“ wollen sich Eigentümer meist nicht vorschreiben lassen. Aber es ist ein Unterschied, ob im Grazer Rathaus ein Cafe Sacher oder ein Burger King untergebracht wird. Die kompromisslosen Funktionstrennungen haben zu städtebaulichen Monokulturen geführt, die sich für den Organismus Stadt oft als sehr schädlich erwiesen haben. Der Funktionenmix muss stimmen – auch in den historischen Zentren. Geschäftssterben, Lärm durch ein Überangebot an gastronomischen Betrieben und Veranstaltungen, Abwanderung von Wohnbevölkerung, fehlende Kontrolle und Kriminalität sind oft Folgen falscher Stadtplanung und Stadtpolitik.

Um unsere Leser bereits jetzt auf diesen Kongress einzustimmen, möchten wir in den folgenden Ausgaben Beispiele zum Kongressthema veröffentlichen. Wenn es um Veränderungen bei Altbauten geht, wenn an sie angebaut wird, wenn im Ensemble Neubauten errichtet werden, immer geht es um „Neues Bauen in Alter Umgebung“ – schon Titel einer viel beachteten Ausstellung 1978 von Friedrich Kurrent.

Sollten sie positive oder negative Beispiele für die Themenblöcke kennen, so rufen Sie uns bitte an oder senden Sie Fotomaterial und einen kurzen informativen Text. Die interessantesten Zusendungen werden im ISG-Magazin abgedruckt.

Michael Szyszkowitz  S. 2
GESCHICHTE UND ZUKUNFT

Li Xun  S. 4
STADTENTWICKLUNG AUF CHINESISCH. BEIJING ENTDECKT SEINE ALTSTADT WIEDER

Redaktion  S. 6
BRAUGASTSTÄTTE RÖSSLEPARK IN FELDKIRCH

Gert Cziharz  S. 7
NEUES BAUEN IN SALZBURG

Bernhard Lösch  S. 8
VERNICHTUNG VON KULTURWERTEN. DER UMGANG MIT HISTORISCHER BAUSUBSTANZ IN SÜDTIROL

Hasso Hohmann  S. 10
PRAGMATISCHE UND AMBITIONIERTE NEUE ARCHITEKTUR IN HISTORISCHER UMGEBUNG IN BRATISLAVA

Redaktion  S. 12
FRIESACH. SCHAUPLATZ MITTELALTER – KÄRNTNER LANDESAUSSTELLUNG 2001

Hasso Hohmann  S. 14
KASBAH UND TIGHREMT IN MAROKKO

Hasso Hohmann  S. 17
DIE ISLAMISCHE STADT

Hasso Hohmann  S. 19
ISLAM IN DER STEIERMARK

Wolfgang Rohrbach  S. 20
OSTEUROPÄISCHE DENKMÄLER IN ÖSTERREICH

Redaktion  S. 22
BAD MIT TRADITION. REIZVOLLE KOMBINATION VON ALT UND NEU IM BAD ZUR SONNE

REVITALISIERUNG IN DER STEIERMARK  S. 24

Theres Friewald-Hofbauer  S. 26
GRENZEN ÜBERSCHREITEN. EUROPÄISCHER DORFERNEUERUNGSPREIS 2002

Klaus Gartler  S. 27
ORTSBILD: TUGENDEN UND LASTER

Peter Laukhardt  S. 28
EIN VERSUCH, GESAMTHEITLICH ZU PLANEN

Hans Schullin  S. 30
DAS CAFÉ ASCHENPUTTEL

MOSAIK  S. 30

REZENSIONEN  S. 33

Udo B. Wiesinger  S. 36
DAS PROJEKT WEIKU. WEGE ZUR EUROPÄISCHEN INDUSTRIEKULTUR

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