Baukunst im Spannungsfeld von alt und neu

ISG Nachrichten 1991/1-2

Gruß, Dank und Bitte

Noch sind wir mit der Nacharbeit zum „3. internationalen Kongreß für Altstadt- und Baukultur“ beschäftigt, stehen wir schon wieder in den Vorbereitungen des 4. Kongresses, der sich im Frühling 1993 dem nach wie vor hochaktuellen Thema des neuen Bauens in historischen Zentren zuwendet. Als Arbeitstitel verwenden wir (vorläufig): „Baukunst im Spannungsfeld von alt und neu.“

Die Idee geht vom Grazer Stadtrat Helmut Strobl aus, der durch Vorschläge und seinen Einsatz für ein grenzüberschreitendes, umfassendes Städtenetz das „Ja“ der Brüsseler Gremien für einen „Europäischen Kulturmonat“ erreichte. Diese Veranstaltung mit den Schwerpunkten Musik, Literatur und Altstadtrevitalisierung wird in enger Partnerschaft mit Antwerpen, der „Kulturhauptstadt Europas 1993“, geplant, schon haben der Grazer Bürgermeister Alfred Stingl und Stadtrat Helmut Strobl in der belgischen Hafenstadt freundschaftliche Kontakte mit dem agilen Bürgermeister Bob Cools geknüpft.

Wir vom Internationalen Städteforum führten inzwischen mehrere Gespräche mit Vertretern der „Grazer Schule“ im Haus der Architektur. Präsident Arch. Günther Domenig und Hofrat Wolfdieter Dreibholz stellten erste Weichen für einen umfassenden Einblick in die Kulturmetropolen Antwerpen und Graz.

Was uns besonders freut – das „Haus der Architektur“ in Graz wird anläßlich des „4. Kongresses für Altstadt und Baukultur“ ein Treffen der Chefredakteure von international verbreiteten Architekturzeitschriften arrangieren. Dafür gibt es bereits Kontakte mit vielen Ländern der Erde.

Der „Europäische Kulturmonat“ wird angeblich der bisher längste Monat sein; ein erster Höhepunkt wäre der „Europatag“ am 5. Mai 1993. Allerlei Glanzlichter werden für fruchtbare Begegnungen und Impulse sorgen. (Termine und Details geben wir rechtzeitig bekannt.)

Weitere gute Nachrichten:

  • Das GRAZER MEMORANDUM für eine menschen- und stadtgerechte Verkehrspolitik findet über Europa hinaus starkes Echo. Hunderte Nachbestellungen zeugen davon.
  • Die Einreichungen zu den EUROPA-NOSTRA-WETTBEWERBEN, oft sind es umfangreiche Fotodokumentationen über wertvolle Objekte bzw. Ensembles, werden seit einiger Zeit im ISG dokumentiert und ab jetzt auch in den ISG-Nachrichten publiziert.
  • Die Zahl der Mitglieder des Städteforums steigt kontinuierlich. 1985 waren es 103, nun sind es schon über 360 Mitglieder in 18 Ländern.

Wir hoffen sehr auf eine gute Weiterentwicklung und grüßen in diesem Sinne die Pioniere unseres Forums ebenso herzlich wie die neu aufgenommenen Mitglieder.

Wir danken für die Unterstützung, den Erfahrungsaustausch sowie für Rat und Kritik.
Wir bitten um Ihr weiteres Wohlwollen und Ihre engagierte Mitarbeit. Im Namen des Präsidiums, des Vorstandes und des ISG-Teams bin ich mit besten Wünschen und herzlichen Grüßen

Ihr Prof. Max Mayr
Präsident des Internationalen Städteforums Graz

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