© Franz Neuwirth bereiste leidenschaftlich gerne Welterbestätten, die er zeichnend erforschte und festhielt. Hier rastet er auf einer Brücke in Venedig.

© Franz Neuwirth im Gespräch mit Prof. Dr. Eduard F. Sekler, dessen Frau Dr. Mary Patricia Sekler und Hofrätin Dr. Gertrude Tripp (sie war eine der Unterzeichnerinnen der Charta von Venedig 1964).

© Franz Neuwirth als Architekturlehrender in Banska Bystrica während einer Seminarwoche mit Studierenden der FH Wien.

Wir danken MinR. Mag.art DI Dr. Bruno Maldoner und Univ.Doz. DI Dr. Hasso Hohmann, die ihre wertvollen Erinnerungen und Fotos mit uns teilen.

Nachruf auf MinR. DI Franz Neuwirth

Das Welterbe in besten Händen.

Das ISG trauert um einen langjährigen Unterstützer und Förderer!

DI Franz Neuwirth (1945 – 2025) war bis zuletzt an unserer Arbeit interessiert und hat auch im ISG deutliche Spuren hinterlassen. Bruno Maldoner kannte sein Motto: „Um Mitmenschen zu gewinnen, muss man selber brennen.“ Er kannte Franz Neuwirth als begeisterten Architekturkenner, Reiseorganisator und Reiseführer. Er erlebte ihn als kenntnisreichen Architekturbetrachter  und Lehrenden z.B. in Banska Bystrica und als Vermittler zwischen Menschen und Disziplinen.

Hasso Hohmann erinnert sich an seinen Freund Franz Neuwirth, der gleich nach seinem Architekturstudium an der Technischen Universität in Wien ans österreichische Bundesdenkmalamt ging, wo er sich bis 1994 unter vielen Schwerpunkten auch jenem der Mauertrockenlegungen widmete und sich mit Fenstertechnik befasste.

Harry Kühnels ZPAO, das Zentrum für Altstadtsanierung und Ortsbildpflege in Krems – das von Peter Strasser erst im jüngsten ISG-Magazin wieder in Erinnerung gerufen wurde – aber auch die Kartause Mauerbach waren Orte, wo sich Hasso Hohmann und Franz Neuwirth immer wieder trafen. In diese Zeit fallen bald auch gemeinsam abgehaltene Seminare für Fensterhersteller am Wirtschaftsförderungsinstitut.

Als geschliffener sprachlicher Formulierer und vernunftbegabter Wissenschaftler fiel Franz Neuwirth schon früh auf. In seinen Vorträgen fehlte nie eine gewisse Portion an Witz, was die Konzentration der Hörer zu steigern vermochte. Als österreichischer UNESCO-Welterbebeauftragter besuchte Franz Neuwirth immer wieder zahlreiche Welterbestätten rund um den Globus. Statt diese zu fotografieren zeichnete er sie und nahm so bewusst jedes Detail wahr. Hasso Hohmann erinnert sich auch an die legendären jährlichen Kalender, in denen er jeweils 12 von der UNESCO ausgezeichnete Bauten gezeichnet dokumentiert hatte.

1994 wechselte er als Ministerialrat ins Bundesministerium für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten in der Abt. IV/3 Denkmalschutz, wo er bis 2007 wirkte. Seit 1991 hielt er daneben Vorlesungen an der Academia Istropolitana Nova in der Slowakei und ab 1998 an der FH-Bau/Campus in Wien.
Krönung seines Werdeganges war sicher die Verleihung des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst I. Klasse.

Das ISG dankt DI Franz Neuwirth für seine Unterstützung und wird ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren!

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