Leben – Wohnen – Verkehr in historischen Zentren

Magazin 1988/2

Neue Impulse für eine gute Nachbarschaft mit Ost und West

Das alte Europa ist in Bewegung, in Ost und West finden sich Persönlichkeiten, die einen Aufbruch zu neuen Horizonten wagen. Dem kleinen Österreich, im Herzen unseres kultur- und traditionsreichen Kontinents, fällt dabei die Rolle zu Mittler und Brückenbauer zu sein.

Die Hoffnungssignale aus Moskau heißen Glasnost und Perestroika, in Westeuropa bahnt sich für 1992 der gemeinsame Markt von 32o Millionen Menschen an.

Starre Grenzen mit Mauern und dicken Schlagbäumen wirken in dieser Morgenstimmung des anbrechenden 3. Jahrtausends wie dunkle Alpträume – schon überholt und doch noch traurige Realität. Trotz allem – die Übergänge sind durchlässiger geworden, die Menschen von hüben und drüben bemühen sich um Gemeinsamkeit, ein Klima zunehmender religiöser Freiheit in der Sowjetunion, das sich nicht auf die Restaurierung wertvoller Kathedralen beschränkt, erleichtert die Kontakte.

Wir vom Internationalen Städteforum Graz (ISG) sind für die jüngste Entwicklung besonders dankbar, wurde doch die steirische Landeshauptstadt wegen ihrer geopolitischen Lage im neutralen Österreich als Ort für den kulturellen Erfahrungsaustausch gewählt.

Dieses Heft der „ISG-Nachrichten“ ist zu einen hohen Anteil Ungarn gewidmet. Es bietet eine Zusammenfassung der Ergebnisse des Symposiums „Leben – Wohnen – Verkehr in alten Stadtzentren“ und bringt die Vorträge der ungarischen Referenten auch in Magyarisch. Es soll nicht verschwiegen werden, daß eine solche Realisierung mit Zeitaufwand und Verspätung, mit Schwierigkeiten und Kosten verbunden ist, doch die Verständigung zwischen den Völkern ist aller Anstrengung wert….(Fortsetzung im PDF)

Ihr Max Mayr
Präsident des Internationalen Städteforums in Graz

« «
» »