Der Jugendstil eroberte (fast) ganz Europa
Die neuen Medien und der Einfluß durch die Kolonialmächte bzw. durch das British Empire, aber besonders auch durch die immer schnelleren Verbindungen zwischen allen Teilen der Erde, führten dazu, dass der Jugendstil sich in kürzester Zeit fast über die ganze Welt verbreitete. So gibt es in China (z.B. Harbin, Shanghai), Vietnam (z.B. Saigon), in Kambodscha (Phnom Penh), in Australien in allen großen Städten, aber auch in Afrika und in Amerika viele typische Jugendstilbauten.
Ganz besonders viele, meist leider sehr heruntergekommene Bauten dieser Stilepoche finden wir in Mittel- und Südamerika (Mexiko Ciudad, Guatemala Ciudad, San Salvador, Quito, La Paz etc.) Sie sind oft nur deshalb erhalten geblieben, weil das Geld für Abbruch und Neubau bisher fehlte. Manches wird aber auch hier inzwischen als Qualität entdeckt und sehr schön restauriert.
Jugendstilforum von EUROPA NOSTRA
Die Referenten des Jugendstil-Forums von EUROPA NOSTRA kamen aus sechs Ländern:
Francoise Aubry, Musée Horta, Bruxelles:
Studium der Kunstgeschichte und Archäologie an der „Université Libre de Bruxelles“, Konservatorin des Musée Horta in Brüssel, zahlreiche Veröffentlichungen über Henry van de Velde und Art Nouveau.
János Gerle, Budapest:
Studium der Architektur an der Technischen Universität in Budapest, freischaffender Architekt und Architekturhistoriker, mehrere Veröffentlichungen zur Architektur der Jahrhundertwende.
Joan Bassegoda i Nonell, Barcelona:
Studium der Architektur an der Technischen Universität Barcelona, Professor für Architekturgeschichte und Stadtplanung an dieser Universität. Autor von 25 Büchern und mehr als 800 wissenschaftlichen Aufsätzen mit besonderer Berücksichtigung des Werkes von Antonio Gaudi.
Janis Lejnieks, Lettland:
Studium der Architektur an der Technischen Universität in Riga, Direktor des Latvia Architecture Museum, mehr als 160 wissenschaftliche Veröffentlichungen.
Christian Debize, Nancy:
Studium der Kunstgeschichte an der Universität von Nancy, Professor für moderne Kunstgeschichte an der „Ecole Nationale des Beaux-Arts“ in Nancy, mehrere Veröffentlichungen über die „Ecole de Nancy“.
Lester Borley, Edingburgh:
Secretary-General EUROPA NOSTRA
Hasso Hohmann
