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ISSN-No  2309-1215


 

Preview ISGM 3_2017
Norm und Kreativität
Norms and Creativity


© Cover: M.Katzianer


© Cover: Diözese Eisenstadt -Bauamt/Tom Lamm

 

       
 

PdF

 

Tag des Denkmals 2017

Frauen hinter prächtigen Fassaden!


Rundgang mit dem ISG

Ohne die Tatkraft von Frauen - die meist abseits der Öffentlichkeit stattfand - wäre heute so manches Grazer Baudenkmal nicht erhalten. Wir haben am Tag des Denkmals auf einige dieser Frauen aufmerksam gemacht: Sie haben in der Vergangenheit Frauenklöster gegründet und Kirchen gestiftet, sie haben ihr Palais vermietet, um das Erbe für die Kinder zu erhalten, sie haben führende Künstler der Zeit beauftragt und sind auch heute sehr tatkräftig. Die Restauratorin Dina Kerciku, die Verfasserin der Kunsttopografie für die Grazer Altstadt Wiltraud Resch oder die junge Architektin Nicole Lam liefern wichtige Beiträge für die Sichtbarkeit der Frauenarbeit in Architektur, Altstadterhaltung und Denkmalerhaltung.

Ihnen allen sei an diesem Tag gedankt!

 

Routenplan am Tag des Denkmals © Andreas Ledl


Am Tag des Denkmals
© Andreas Ledl

 
TeilnehmerInnen des ISG-Rundganges zum Tag des Denkmals
© D. Freitag


Dr. Karin Enzinger begeistert zur Grazer Frauengeschichte der Fam. Attems
© D. Freitag

 

       
 

Ein Hammerschlag
500 Jahre evangelischer Glaube in der Steiermark

Ausstellung im Museum für Geschichte, Palais Herberstein

 

Wann: 15.06.2017 - 08.01.2018

Wo: Palais Herberstein, Sackstraße, Graz

Kuratiert von: Ernst-Christian Gerhold, Ulrich Becker, Günter Cerwinka und Wiltraud Resch
Gestaltung: Erika Thümmel

Ein Mönch fordert die Autorität von Papst und Klerus heraus: Martin Luther. Er will die Kirche grundlegend reformieren. Mit seinen 95 Thesen kritisiert er am 31. Oktober 1517 den vom Papst verkündeten Sündenablass als unbiblisch. Für Luther ist die Bibel einzige Grundlage des Glaubens. Darum bekämpft er den Machtanspruch des Papstes und der römischen Kirche. In der Volksfrömmigkeit der Zeit sieht er nur sinnentleerte Riten, in der Rolle des Klerus bloße Verwaltung des Seelenheils der Gläubigen.  

Mit dem Apostel Paulus betont Luther, dass der Mensch nicht durch gute Werke Verdienste vor Gott erwerbe, sondern allein durch die Gnade gerettet werden könne. Diese werde durch das Leben und Wirken Jesu, durch Tod und Auferstehung gewährleistet. Hier steht Luther in der Tradition der mittelalterlichen Kreuzesfrömmigkeit. Die ebenfalls im Mittelalter übliche Vermittlerrolle, wie sie den zahlreichen Heiligen zugeschrieben wird, lehnt Luther entschieden ab.  Wahrscheinlich lässt Luther seine Thesen gegen den Ablass an der Tür der Schlosskirche anschlagen. Sein Protest soll öffentlich sein: Er will eine öffentliche Disputation, ein akademisches Streitgespräch darüber mit anderen Gelehrten führen.  

Ein Hammerschlag von ungeheurer Wirkung: Ganz Europa ist aufgeschreckt und schaut auf den bislang unbekannten Theologen im kursächsischen Wittenberg. Das gesamte religiöse Gefüge der westlichen Christenheit wird infrage gestellt. In Windeseile werden Luthers Thesen durch Flugblätter verbreitet. Sie lösen den Prozess der Reformation aus, der Kirche, Politik und Gesellschaft für immer verändert.  

Eine revolutionäre Erfindung kommt Luther entgegen: der Buchdruck mit beweglichen Lettern, den Johann Gutenberg ab 1450 eingeführt hat. Luthers Lehre findet so unter den lesekundigen Menschen immer neue Anhänger.

Zur Ausstellung gibt es auch einen markierten Rundgang in Graz!

 


Ausstellungsansicht "Ein Hammerschalg...", 2017
© Universalmuseum Joanneum/N.Lackner

 


Harnisch eines ev. Adeligen mit Darstellung des Besitzers
vor dem Kreuz, 1548, © Universalmuseum Joanneum/N.Lackner,
Landeszeughaus

 


v.l.n.r.: Gestalterin Erika Thümmel, Kurator Günter Cerwinka, Kuratorin Wiltraud Resch,
Kurator Ulrich Becker, Museumsleiterin Bettina Habsburg-Lothringen und
Kurator Ernst-Christian Gerhold, Foto: Universalmuseum Joanneum/N. Lackner

 

       
  50 Jahre
steirischer herbst

Graz Architektur
Rationalisten, Ästheten, Magengrubenarchitekten, Demokraten, Mediakraten

Wo: Kunsthaus Graz, Space 02, Lendkai 1, 8020 Graz

Wann: 23.09.2017 - 28.01.2018

Kuratorinnen: Barbara Steiner mit Katia Huemer
Eine Kooperation des Kunsthauses Graz mit dem Festival steirischer herbst

Die Ausstellung zeigt das Werk von sieben in den 1930er- und 1940er-Jahren geborenen, in Graz ansässigen Architekten, die der Generation der Briten Peter Cook und Colin Fournier angehören. Obwohl die in der Ausstellung vertretenen Architekten mehrere Jahre im Ausland verbracht haben und mit einflussreichen internationeln Netzwerken in Kontakt standen und stehen, blieb Graz bzw. die Steiermark in vielerlei Hinsicht ihr Lebensmittelpunkt. Zwischen den britischen und den österreichischen Architekten findet man eine beachtliche Anzahl an beruflichen sowie privaten Verbindungen, die durch die enge Verzahlung der beiden Ausstellungen Graz Architektur und Auf ins Ungewisse besonders deutlich werden.

mehr dazu

 


Ausstellungsansicht "Graz Architektur", Kunsthaus Graz © Universalmuseum Joanneum/J.J. Kucek

 


Eilfried Huth, "Unterrichtsversuche zum ästhetischen Lernen" 1972 - 1983 © Courtesy Eilfried Huth

 


Günter Domenig, Eilfried Huth, "Schulschwestern" 1972 - 1977 © Branko Lenart

 

       
  50 Jahre
steirischer herbst

Auf ins Ungewisse

Wo: Kunsthaus Graz, Space 01, Lendkai 1, 8020 Graz

Wann: 23.09.2017 - 25.03.2018

Kuratorinnen: Barbara Steiner mit Katia Huemer
Eine Kooperation des Kunsthauses Graz mit dem Festival steirischer herbst

Seit seiner Eröffnung im Jahr 2003 hat das Kunsthaus Graz zahlreiche Werke renommierter Kunstschaffender präsentiert und ermöglicht und ist im Laufe der Jahre zu einem Wahrzeichen für die Stadt Graz geworden. Im Mittelpunkt der Ausstellung Auf ins Ungewisse steht der Entstehungsprozess dieses Gebäudes sowie das Zusammenwirken von planenden und ausführenden Architekten, Museologen, Firmen und die nachfolgende Nutzung durch Künstlerinnen und Künstler.

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Die Kunsthaus-Architekten Colin Fournier  und Peter Cook © Universalmuseum Joanneum/S.Hoffmann

 


Auf ins Ungewisse,  Ausstellungsansicht © Universalmuseum Joanneum/S.Hoffmann

 

 

       
  Interview mit Univ.-Prof. Aglaée Degros, Leiterin des Instituts für Städtebau an der TU Graz

Interview with Prof. Aglaée Degros, Head of the Institute of Urbanism at Graz University of Technology

 

    
 

 

 

       
 

Leerstand ab Hof

Leerstandskonferenz in Innervillgraten

Experten diskutieren den Umgang mit nicht oder kaum mehr genutzten landwirtschaftlichen Gebäuden.

Wann: 12. und 13.10.2017

Wo: Gemeindesaal und Giatla Haus, 9932 Innervillgraten/Tirol

Organisation: Das Konzept der diesjährigen Leerstandskonferenz wurde von dem Kuratorenteam Roland Gruber und Nadine Thaler von nonconform gemeinsam mit dem Lienzer Raum- und Regionalplaner Thomas Kranebitter entwickelt.

http://www.leerstandskonferenz.at/programm-2017.html


Der Dorfkern von Innervillgraten und Konferenzort © Nadine Thaler

 

       
  Salzburg Museum
Initiative Architektur

Kultur erben! Stadt erhalten!

Schwerpunktjahr mit Veranstaltungen zum Thema Kulturerbe-Erhaltung in Salzburg

Wann: Jänner 2017 - Jänner 2018

Wo:
Salzburg Museum

 

 
       
 

ISG-Generalversammlung
 

Wer: Vorsitz Präsident Bürgermeister Mag.Nagl

Für Vereinsmitglieder

PDF

    

 

       
  Mut zum Denkmal

Kulturelles Erbe im Spannungsfeld von Tradition und Innovation

hg. von Eva Klein, Christina Pichler, Margit Stadlober

Die neue Publikation der Forschungsstelle Kunstgeschichte Steiermark ist im Grazer Universitätsverlag erschienen: 

„Was über viele Generationen Bestand hatte, was Menschen unterschiedlicher Epochen beglückte, kann in wenigen Stunden zerstört werden.“  (Eduard Müller, Vorwort)
Theoretische und praxisorientierte Zugänge in den Bereichen Denkmalpflege, Stadtentwicklung, Architektur, Archäologie, Kunstgeschichte sowie den Digital Humanities thematisieren die Bewahrung von kulturellem Erbe und den gleichzeitigen Umgang mit Innovationen.

  • ISBN: 978-3-7011-0352-2
  • 280 Seiten, Hardcover,€ 28,00

 

       
  Das ISG kämpft als internationaler Verein seit 1976 für die Kulturerbeerhaltung in Europa!

 

Europäisches Jahr des Kulturerbes für 2018 geplant!

European Commission proposes European Year of Cultural Heritage in 2018

Für das Jahr 2018 plant die Europäische Kommission das Jahr des Europäischen Kulturerbes auszurufen.

Sie können die Rede von Tibor Navracsics, European Commissioner for Education, Culture, Youth and Sport hier nachlesen:

http://ec.europa.eu/commission/2014-2019/navracsics/announcements/keeping-dialogue-going-role-culture-overcoming-europes-challenges_en

 

       
Welterbe in Kinderhand

Die 2. Auflage des Grazer Welterbeguides für Kinder ist erschienen.

Hallo, ich bin TURMI!*)
Ich werde Dich durch die Stadt begleiten und Dir unzählige Schätze zeigen, die Du vielleicht bis jetzt noch nicht entdeckt hast. Also los geht's!

Mit TURMI geht es auf eine ebenso amüsante wie spannende und lehrreiche Entdeckungsreise durch die Grazer Bauschätze.
Im handlichen Westentaschen-Format bringt der Kinderführer durch das Grazer Welterbe Mädchen und Buben im Volkschulalter das Thema Welterbe verständlich näher und weckt die Neugierde auf mehr. In kindergerechter Form werden umfangreiche Informationen über das Welterbe transportiert. Auf handgezeichneten Stadtgrundrissen führt TURMI durch einzelne Stadtbereiche, hebt Besonderheiten hervor und lädt durch interaktive Inhalte zum weiteren Entdecken ein. Somit kann sich jedes Kind sein ganz persönliches Bild vom Welterbe machen und in das Büchlein übertragen.

Der Welterbe-Kinderguide wurde von der WKE-Stelle der Stadtbaudirektion anlässlich des Jubiläums „15 Jahre Welterbe Graz" in Zusammenarbeit mit Expertinnen des Internationalen Städteforums in Graz sowie den Architektinnen von ARCHelmoma im Sommer 2014 herausgegeben. Ende 2014 wurde der Kinderführer an alle Grazer Volkschulen verteilt, um im Zuge des Gesamtunterrichts auch das Thema Welterbe anzusprechen.

Weitere Exemplare sind an der Information des Stadtbauamtes, Europaplatz 20 (nahe Hauptbahnhof), kostenlos erhältlich oder direkt hier downzuloaden.

Kontakt:
UNESCO Welterbe-Koordinationsstelle
Mag. Daniela Freitag
Stadtbaudirektion Graz
++43 316 872-3512
weltkulturerbe@stadt.graz.at

 

*) TURMI wurde im Sommer 2014
 in Graz geboren und ist das neue
Welterbe-Maskottchen für die
junge Generation.


Copyright: Stadtbaudirektion Graz

 

       

"Wohnen im historischen Zentrum"

Die stark wachsenden Regionen Österreichs, wie z.B. Wien oder Graz, sind derzeit gefordert für die Stadtbevölkerung leistbaren Wohnraum anzubieten. Vielfach wird dabei die Forderung nach Verdichtung gestellt, die grundsätzlich sinnvoll erscheint, weil teure Infrastrukturen schon vorhanden sind und besser genützt werden können.

Doch Verdichtung in der historischen Stadt kann auch schnell zu großen Nachteilen führen, wenn z.B. die Grünflächen dabei verloren gehen und damit die Lebensqualität der Menschen sinkt; oder im wertvollen historischen Architekturbestand wichtige schutzwürdige Gebäude oder Dachlandschaften unwiederbringlich zerstört werden.

Ein derzeit heftig diskutiertes Projekt stellt der geplante Dachgeschoßausbau am Barockhaus zu den 7 Schwertern in Wien dar:

Hier treffen sich in einem vollkommen intakt erhaltenen barocken Bürgerhaus baukulturelle Zeugnisse von außerordentlichem Wert: Im Keller finden sich noch sichtbare Mauern der einstigen römischen Stadtanlage, der bemerkenswerte barocke Dachstuhl mit schon in der Barockzeit ausgebauter Mansarde zeigt ein herausragendes Tragwerk, Fassade und Schwalbenschwanz-Pawlatschen im Hof unterstreichen die überaus schutzwürdige Substanz dieses Hauses, mitten in der UNESCO Welterbezone von Wien.

Ist Verdichtung an dieser historisch determinierten und herausragenden Architektur, deren Umgebung dichtest bebaut ist,  eine Strategie um leistbaren Wohnraum zu schaffen?

mehr dazu im PDF

 
Hochbarockes Haus Zu den sieben Schwertern, Hauptportalmit Wappenkartusche (links), der barocke Innenhof mit seltenen Schwalbenschwanz-Pawlatschen (rechts).


Der Stiegenheilige Alexius barock in Szene gesetzt!


Der aussergewöhnliche Dachstuhl wurde schon in der Barockzeit zu Wohnzwecken ausgebaut und stellt eine Rarität dar!

       
 

UNESCO_Welterbeführung
für Kinder
in Graz

Das Grazer UNESCO Weltkulturerbe kindgerecht zu erklären ist kein Kinderspiel - oder doch?

 Spannende Einblicke in Altstadt, Rathaus und das Schloss Eggenberg bieten wir gerne für Schulklassen gegen Voranmeldung!

Anfragen richten Sie an:
office@staedteforum.at


Foto Stadt Graz/Fischer


Foto: Stadt Graz

       
 

 

UNESCO Weltkulturerbe
Graz: Historisches Zentrum und Schloss Eggenberg
Managementplan

Der UNESCO Weltkulturerbe Graz Managementplan, an dem das Internationale Städteforum in Graz (ISG) mitgearbeitet hat, bietet sowohl Kulturerbeinteressierten als auch Bauwerbern eine ideale Basis zur Vorbereitung eines Projektes in der Welterbezone bzw. in der Pufferzone.
 

Zu beziehen bei:
Stadt Graz - Stadtbaudirektion/WKE-Stelle
Mag. Daniela Freitag
Europaplatz 20, 8011 Graz
T: 0043-(0)316/872-3511
weltkulturerbe@stadt.graz.at

PDF

       
 

Baukulturerhaltung

"Die Rettung der Heiligen-Geist-Kapelle in
Bruck an der Mur"

 - eine Initiative der Familie Harnoncourt!

Mehr dazu können Sie nachlesen im ISG-Magazin zum

 "Netzwerk Kulturerbe"

 In puncto Denkmal

       
 

Energieeffizienz am Baudenkmal



Hier finden Sie die Richtlinien zum Nachlesen:
Energieeffizienz Bundesdenkmalamt


Bayerischer Leitfaden Energieeffizienz

Leitfaden der Stadt Frankfurt

Leitfaden des Staates Sachsen

Leitfaden der Eidgenöss. Denkmalpflege

Energieeffizienz am Baudenkmal









 

Neue Richtlinien aus
Österreich, Deutschland und der Schweiz